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Einsparpotential ermitteln
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Einsparpotenziale von über 1.000 Euro pro Jahr im Einfamilienhaus

Heizspiegel 2020: Sanieren gegen steigende Heizkosten

Die Heizkosten im Einfamilienhaus steigen an

Baujahr, Gebäudegröße oder Art der Heizung: All diese Faktoren haben einen großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch in deutschen Wohnhäusern. Der Heizspiegel 2020 schlüsselt nach Gebäudetyp und Wohnfläche auf, er zeigt den Wärmeverbrauch sowie die Heizkosten pro Quadratmeter an und ermöglicht einen einfachen Vergleich. Was dabei auffällt: Im Gegensatz zum Vorjahr (Abrechnungsjahr 2018) sind die Ausgaben in vielen Bereichen gestiegen. So zahlt ein sparsamer Haushalt im Einfamilienhaus heute etwa 2,25 Prozent mehr für Heizwärme als im Jahr zuvor. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der Ergebnisse aus dem Heizspiegel 2020 für typische Einfamilienhäuser (Wohnfläche 100 bis 250 Quadratmeter).

Heizung niedrig mittel erhöht Zu hoch
Erdgas 7,80 €/m²a 12,00 €/m²a 17,00 €/m²a ab 17,01 €/m²a
Heizöl 9,30 €/m²a 13,20 €/m²a 18,10 €/m²a ab 18,11 €/m²a
Fernwärme 9,50 €/m²a 14,30 €/m²a 22,60 €/m²a ab 22,61 €/m²a
Wärmepumpe 8,00 €/m²a 11,50 €/m²a 22,50 €/m²a ab 22,51 €/m²a
Holzpellets 5,80 €/m²a 9,10 €/m²a 13,70 €/m²a ab 13,71 €/m²a

In einem 150 Quadratmeter großen Haus mit Gasheizung liegen die Heizkosten demnach zwischen 1.170 Euro und über 2.550 Euro im Jahr. Das ergibt einen Unterschied von 1.380 Euro. Im Vergleich zur Holzpelletheizung liegt der Unterschied sogar bei über 1.680 Euro.


Heizspiegel 2020 deckt individuelle Einsparpotenziale auf

Liegen die eigenen Heizkosten im „niedrigen“ Bereich, handelt es sich um ein effizientes Gebäude. Hausbesitzer verbrauchen im Vergleich zum Durchschnitt sehr wenig und haben keinen Handlungsbedarf. Anders verhält es sich, wenn die Ausgaben pro Quadratmeter im „mittleren“ oder „erhöhten“ Bereich liegen. Denn dann geben Hausbesitzer häufig zu viel für die eigene Heizung aus. Der Heizspiegel 2020 zeigt: In einem 150 Quadratmeter großen Haus kann das über 1.000 Euro jährlich ausmachen.


CO2-Preis lässt Heizkosten 2021 weiter ansteigen

Um den deutschen CO2-Ausstoß zu verringern und Verbraucher zum Sparen anzuregen, führt der Staat 2021 eine CO2-Abgabe ein. Diese fällt für fossile Brennstoffe an und beginnt bei 25 Euro pro Tonne CO2. Bis zum Jahr 2025 steigt der Preis dann auf 55 Euro pro Tonne. Wer mit Erdgas, Flüssiggas oder Heizöl heizt, zahlt durch die gestiegenen dann jedes Jahr 100 bis 300 Euro mehr für Heizung und Warmwasser.


Heizkosten sparen und CO2-Ausstoß reduzieren: 3 Tipps

Deutet der Vergleich eigener Verbrauchsdaten mit den Ergebnissen aus dem Heizspiegel 2020 Einsparpotenziale an, lassen sich diese auf unterschiedliche Art und Weise erschließen. So können Hausbesitzer ihr Heizverhalten optimieren, Sanierungsarbeiten durchführen oder die Heizung austauschen.


#Tipp 1: Heizverhalten optimieren

Individuelle Nutzungsgewohnheiten wirken sich sehr stark auf den Heizenergieverbrauch aus. Mit einfachen Tipps zum Heizen können Hausbesitzer hier schon viel sparen. So zum Beispiel mit den optimalen Raumtemperaturen, dem richtigen Lüftungsverhalten oder indem sie Heizkörper und Thermostat nicht verstellen.


#Tipp 2: Energetische Sanierung

Entscheidend ist darüber hinaus auch der energetische Zustand des Gebäudes. Moderne Fenster und gedämmte Wände lassen weniger Wärme verschwinden. Sie senken die Heizkosten und steigern zudem auch den Wohnkomfort. Vor allem Maßnahmen wie die Dachbodendämmung oder die Kellerdeckendämmung sind hier mit niedrigen Kosten und hohen Einsparungen verbunden.


#Tipp 3: Heizung austauschen

Die Heizung selbst wirkt sich ebenfalls auf die Heizkosten aus. Während alte Standard- und Niedertemperaturgeräte viel Energie verbrauchen, arbeiten moderne Brennwertheizungen für Gas oder Öl wesentlich sparsamer. Das Gleiche trifft auf Erneuerbare-Energien-Anlagen wie die Solarthermie, die Wärmepumpe oder die Holzpelletheizung zu.


Förderung für die Sanierung von Haus und Heizung

Durch steigende Heizkosten und die 2021 kommende CO2-Abgabe lohnt es sich immer mehr, Haus und Heizung zu modernisieren. Weitere Anreize schaffen die Anfang 2020 deutlich verbesserten Förderkonditionen. So bekommen Sanierer heute Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen in Höhe von 20 Prozent der anfallenden Kosten, wenn sie Maßnahmen an der Gebäudehülle durchführen. Die Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus oder den Austausch der Heizung fördert der Staat darüber hinaus sogar mit bis zu 45 Prozent.


Hintergrund: Das Wichtigste zum Heizspiegel 2020

Mit dem Heizspiegel 2020 können Mieter und Hausbesitzer ihren Energieverbrauch und ihre Heizkosten bewerten. Sie decken Einsparpotenziale auf und erfahren, ob Handlungsbedarf besteht. Die statistischen Daten basieren dabei auf Verbrauchsdaten von über 147.000 Wohnungen und Häusern in ganz Deutschland. Die Auswertung wurde vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben und von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zusammen mit dem Deutschen Mieterbund e. V. durchgeführt. Sie erscheint jährlich und basiert dabei immer auf den Abrechnungsdaten des vorherigen Jahres.

 

 
Mit freundlicher Genehmigung von Effizienzhaus-online.de
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